Laborprozess

Von der Präzisionsabformung bis zur Übertragung der Brackets auf die Zähne - die Arbeitsschritte im Labor

Mit Eingang der Arbeitsunterlagen (Auftragsformular, Präzisionsabformungen, evtl. Behandlungsplan und Röntgenbilder) beginnt der Laborprozess zur Herstellung der lingualen Apparatur. Nach drei Wochen ist der labortechnische Arbeitsprozess abgeschlossen und die formschlüssigen Einzelübertragungskäppchen, evtl. ergänzt um eine Tray-Variante, bei Ihnen in der Praxis zum Klebetermin.

Wie wir arbeiten

Das folgende Video gibt Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeit in unserem Labor.

Auftrag und Versandkoffer

VersandkofferSie erhalten von uns einen Versandkoffer mit Auftragsformular, Adressaufkleber, Abdrucktüten und Transportschutztüte. Das ausgefüllte Auftragsformular evtl. ergänzt durch Behandlungsplan und Röntgenbilder schicken Sie bitte mit den Abdrücken an uns zurück.
Bitte verändern Sie die Abformungen nicht durch eventuelles Ausgießen mit Gips!

Wir benötigen immer eine A-Silikon-Korrekturabformung vom Ober- und Unterkiefer.

Den Versandkoffer können Sie ganz bequem online bestellen.

Versandinfo: Bitte immer als Einschreiben versenden (Nachverfolgungsbeleg!)

Die Laborkosten können Sie, entsprechend dem Behandlungsumfang schnell und präzise mit dem Laborkosten-Kalkulator bestimmen.

Der Laborprozess

Viele Arbeitsschritte werden benötigt um ein einwandfreies Produkt handwerklich zu fertigen. Aus den uns vorliegenden Abdruckunterlagen entstehen zunächst Korrektur-Modelle, die die angestrebte optimale Zahnstellung aufweisen. Diese erstellten Modelle sind die Grundlage für das Platzieren der Brackets. Der zeitliche Arbeitsablauf in unserem Fachlabor umschließt drei Wochen. Danach können dem Patienten die Brackets übertragen und fixiert werden.

Methode – Die modifizierte Hiro-Technik

Die Hiro-Technik stammt im Ursprung aus Japan. Modifiziert heißt in diesem Zusammenhang, wieder verwendbare Übertragungsmittel!

Charakteristisch ist, dass die Bracketplatzierung mit einem, von Hand adaptierten, Straight Wire Bogen auf handwerklich erstellten Set-up-Modellen durchgeführt wird und die Übertragunsmittel Einzelzahnbezogen und wiederverwendbar sind.

Konfektionierte Produkte, wie Brackets und Behandlungsbögen, ermöglichen ein nahtloses und eigenständiges Arbeiten!

Modellvorbereitung

eine Oberkiefer Präzisionsabformung aus A-Silikon. Eine Oberkiefer Präzisionsabformung
aus A-Silikon.

 

Der daraus gewonnene Zahnkranz aus einem Modellkunststoff. Der daraus gewonnene Zahnkranz
aus einem Modellkunststoff.

 

Das Parzellieren des Zahnkranzes, Zahn für Zahn. Das Parzellieren des Zahnkranzes,
Zahn für Zahn.

 

Die vorbereitete Modellsituation (Malokklusion) beider Zahnreihen auf einer Wachsbasis zum nachfolgenden Ausrichten der Zähne (Set-up). Die vorbereitete Modellsituation (Malokklusion) beider Zahnreihen auf einer Wachsbasis zum nachfolgenden Ausrichten der Zähne (Set-up).

 

Set-up

Das Set-up wird in einem Artikulator durchgeführt. Er simuliert die Funktion des Gebisses in Bezug zu den Kiefergelenken. Das Set-up wird in einem Artikulator durchgeführt. Er simuliert die Funktion des Gebisses in Bezug zu den Kiefergelenken.

 

Das fertige Set-up auf der Wachsbasis, dass die erforderliche Zahnstellung aufweist. Das fertige Set-up auf der
Wachsbasis, dass die erforderliche Zahnstellung aufweist.

 

Das fertige Korrektur-Modell. Das fertige Korrektur-Modell.

 

Wir erstellen gemäß der Behandlungsplanung ein spezifisches Set-up. Hierfür können Unterlagen wie Behandlungsplan und Röntgenbilder eine wichtige Hilfestellung für die Laborarbeit sein. In dem Set-up werden alle relevanten Überkorrekturen, wie eventuelle approximale-Schmelz-Reduktion (ASR) und Torque, eingearbeitet. Die Position des Zahnes im Set-up ist entscheidend. Die aktive Kontrolle des Set-up durch Sie als Facharzt ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Zusammenarbeit. Für diesen Arbeitsschritt erstellen wir digitale Fotos vom Set-up und der Malokklusion. Per Mail senden wir Ihnen diese zu. Eine Kontrolle der Wachsaufstellung vor Ort in Ihrer Praxis, um eigenständig Änderungen vornehmen zu können, ist auch möglich. Ein engagiertes Miteinander von Praxis und Labor ist unerlässlich. Erst mit Ihrem Einverständnis beginnt die endgültige Fertigung der „lingualen Zahnspange“!

Bracketplatzierung

Die Brackets werden mit einem individuell gebogenen slottfüllenden Stahldraht (18x25) indirekt auf das zuvor erstellte Set-up-Modell geklebt. Daher sind die Torquewerte einer Bracketbasis bei dieser Methode unbedeutend. Die Brackets werden mit einem individuell gebogenen slottfüllenden Stahldraht (18x25) indirekt auf das zuvor erstellte Set-up-Modell geklebt. Daher sind die Torquewerte einer Bracketbasis bei dieser Methode unbedeutend.

 

Einzelübertragungskäppchen

Die konfektionierten QMS-Bauteile. Die konfektionierten QMS-Bauteile, die Quickbasis, die Quickkupplung und die Quickhülse.

 

Die gefügten QMS-Bauteile auf dem Bracket/Zahn. Bei der Fertigung der Übertragungskäppchen verbleiben die Brackets im Verbund mit dem Bogen bis zum Schluss auf dem Modell. Diese Vorgehensweise erklärt die Passgenauigkeit der Übertragungskäppchen und die der Bracketposition.

 

Das Modellieren der Formgebung aus Kunststoff (Einzelübertragungskäppchen).Das Modellieren der Formgebung aus Kunststoff, Verschlüsselung der Bracketposition zur Zahnfläche.

 

Das formschlüssige Einzelübertragungskäppchen auf der Modellsituation. Die so definierte Bracketposition bestimmt den Torque und Angulation des Zahnes.

 

Das platzierte Einzelübertragungskäppchen mit Bracket auf dem natürlichen Zahn. Das platzierte Einzelübertragungskäppchen mit Bracket auf dem natürlichen Zahn. Hieraus ergibt sich für den Behandlungszeitraum die immerzu reproduzierbare Schlüsselposition der Brackets zu den Zahnflächen (Rebonding).

 

Drei Wochen nach Abdrucknahme kann der Klebetermin
mit Ihrem Patienten stattfinden

Die fertige Apparatur senden wir Ihnen in unserem Transportkoffer - sicher und zuverlässig. Ergänzende Informationen zum Umgang mit dem QMS legen wir Ihnen bei, so dass Sie direkt mit dem Kleben der lingualen Brackets beginnen können.

Informationen zum Kleben und den Klebematerialien haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Im Fall einer Vorbehandlung des Patienten

Wird eine Vorbehandlung am Patienten mit einer GNE, Pendulum oder Quadhelix durchgeführt, müssen Bänder von Anfang an auf den entsprechenden Zähnen eingebracht sein. Das Set-up wird gemäß dem Behandlungsziel gestaltet. Ist der Zeitpunk erreicht an dem die Vorbehandlungsapparatur entfernt wird, können im selben Termin die lingualen Brackets geklebt werden. Zusätzliche Maßnahmen der zwischenzeitlichen Retention entfallen. Der Behandlungsverlauf wird nicht unterbrochen!

Im Auftragsformular können sie uns schon an entsprechender Stelle auf eine mögliche Vorbehandlung hinweisen!

Bänder

Das Einbringen von Bändern ist am Behandlungsbeginn durchzuführen. Die Bänder müssen für unseren Fertigungsprozess bereits in der Korrekturabformung integriert sein. Kann die Korrekturabformung mit Bändern nicht erstellt werden, fügen Sie dem Auftrag bitte die voradaptierten Bänder separat bei. Wir übertragen dann diese nachträglich auf die Modellzähne. Abformung mit Bändern als Verankerung.

Durch ungünstige Okklusionskontakte kann es im Behandlungsverlauf zu Bracketverlusten kommen. Im wiederholten Fall können auch Bänder im Seitenzahnbereich nachträglich in das schon bestehende Set-up eingearbeitet werden. Das „neue“ Brackets auf dem Band kann auf Grund einer anderen Position zu einer eventuellen Ausgleichsbiegung am Bogen an dieser Stelle führen. Diese evtl.zusätzliche Ausgleichsbiegung wird in den Zielbogen (Template) und in die schon bestehenden Behandlungsbögen übertragen.

Hinweis: Brackets, die an Bändern platziert werden, können nicht selbstligierend sein. Die Wärmeeinwirkung der Verbindung zum Band setzt den selbstligierenden Mechanismus außer Funktion!

Ergänzende Behandlungsmaßnahmen

HerbstscharnierDie Herstellung eines Herbstsscharniers wird erst dann durchgeführt, wenn die Behandlungssituation entsprechend vorliegt. Hierfür müssen Teilabformungen von den vier Zahnbereichen durchgeführt werden. Das Einsetzen der Stahlstruktur mit dem entsprechenden Vorschubgelenk findet dann zeitnah nach Fertigung statt!

Verlagerte Zähne

Zähne, die verlagert sind oder deren linguale Zahnfläche durch entsprechendes Gewebe abgedeckt ist, können im späteren Behandlungsverlauf durch eine „kleine Abformung" von der nun freigegebenen Zahnfläche (Zahnes), in das schon bestehende Set-up Modell eingefügt werden. Im Anschluss wird mittels vorliegendem Zielbogen die bis jetzt fehlende Bracketposition ergänzt und die Position des Brackets in ein Übertragungskäppchen verschlüsselt.

Behandlungsbögen

Unser Bogenordner sortiert nach Größe und Material die Behandlungsbögen und stellt die entsprechende Bevorratung sicher und ermöglicht ein übersichtliches und schnelles Handeln im Termin.

Erfahren Sie mehr über unsere nach Größe und Material sortierten Behandlungsbögen im Bogenordner.

Adresse

Thomas Halbich LINGUALTECHNIK

Am Borsigturm 27
13507 Berlin

Tel.: +49 30 618 22 98
Fax: +49 30 618 71 10
Mobil: +49 177 286 87 71

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